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Wenn die Amerikaner etwas können, dann ist es wohl alles größer und spektakulärer zu organisieren als die Europäer. Wenn es um Festivals der Musik geht, kann niemand den USA das Wasser reichen. Egal ob 2Pac Hologramm auf der Coachella-Bühne oder ein sagenhaftes Hippie-Festival inmitten der Wüste: wer mehr als nur die ewig gleichen Headliner im Matschwetter sehen möchte, der muss schon über den Atlantik.

Wie schon erwähnt sind vor allem der Burning Man – ein nicht-kommerzielles Hippie-Festival mit seltsamen Eigenschaften – und Coachella ganz vorne dabei, wenn es um exorbitante Shows und fantastische Line-Ups geht. Das liegt an der Natur der Sache, denn immerhin ist es für das amerikanische Show-Biz kein allzugroßer Umweg, innerhalb der USA bei der Festival-Saison teilzunehmen. Die Acts aber nach Deutschland oder Europa im generellen zu bekommen resultiert in furchtbaren Aufpreisen bei den Tickets und Zerstreuung über die verschiedenen Festivals wie Hurricane, Melt! oder Rock am Ring.

Ein Festival verdient besondere Erwähnung: der Electric Daisy Carnival. Innerhalb weniger Jahre hat sich dieses Festival zu einem der größten in den USA gemacht. Zwar besteht es bereits seit Ende der Neunziger Jahre, aber erst in der kurzfristigen Vergangenheit konnte der Mainstream überhaupt etwas mit dem Thema “elektronische Musik” anfangen. Jetzt, wo auch Popstars von David Guetta und Tiesto produziert werden, können sich die erfolgreichen DJs auch vor einem riesigen Publikum in den USA präsentieren.

Knapp 300.000 Besucher hat der EDC alleine im Jahr 2011 angezogen, es werden stetig mehr. Jedes Jahr findet das Festival am Ende des Junis statt, und zwar neuerdings in Las Vegas. Ursprünglich stammte das Festival aus Los Angeles, wo es allerdings aus Platzgründen nicht so aufbereitet werden konnte wie in Las Vegas. In der Stadt der Sünden gibt es eine Infrastruktur, die so viele Besucher aus aller Welt auch verarbeiten kann. In Vegas finden auch solche Events statt wie das iHeartradio Festival. In den Casinos und Resorts finden sich genügend Schlafplätze und Unterkünfte für die Besucher; Zeltplätze, wie es von den meisten Festivals bekannt ist, wird es keine geben.

Der Erfolg des Electric Daisy Carnival ist allerdings eine Modeerscheinung. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Besucherstrom mit dem Musik-Hype um Elektro wieder abebben wird. Andererseits rechnen die Veranstalter damit, dass kurzfristig mehr Leute am “raven” interessiert sind. So gibt es bereits kleinere Festival-Ableger in anderen amerikanischen Städten wie Orlando und Chicago. Insgesamt kommt der EDC so auf fast eine Million Besucher im Jahr, die zu hypnotischen, elektronischen Genrerichtung für einige Stunden tanzen können.

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